Liegeplatzsuche

Wilt U een liegplaats?

Diese Frage ertönt im Companieshaven Enkhuizen aus einem nicht zu ortenden Lautsprecher. Der Revierneuling spürt erste Panik, vor allem dann, wenn er bei viel Wind in der "Schleusenmeute" steckt. Vor allem an Wochenenden, wenn es schon ein bisschen später ist, strebt man aus der Schleuse im großen Pulk nach dem ruhigen Liegeplatz. Ein Wettrennen sozusagen. Jeder will noch eine Box. Ruhe bewahren, normalerweise geht alles fast wie von selbst. "Ja" sagen und die Box wird angewiesen, meist sogar der Weg dahin. Aus einem nicht zu ortenden Lautsprecher, der auch noch den Buchstaben nach dem Internationalen Alphabet weiß.

Die Liegeplatzzuweisung erfolgt in jedem Hafen anders. Wir wollen Ihnen hier nicht die Spannung nehmen, denn es wird immer funktionieren. Auch wenn Sie als zurückhaltende Zeitgenossen im Königlichen Yachthafen von Muiden vor dem Meldesteiger ihre Runden drehen, während dort High-Tech-Segel unbeirrt gefaltet werden. Der Hafenmeister schaut vielleicht ruhig zu und Sie werden sicher unruhig. Versuchen Sie einfach nach angemessener Zeit irgendwo in der Nähe an einer möglichst großen und teuren Yacht festzumachen. Sie werden es zwar nicht schaffen, dafür aber eine Liegeplatz bekommen. Jetzt wird nämlich der Hafenmeister unruhig.

Telefonische Anmeldung funktioniert in manchen Häfen, Marifoon ist eher unüblich. Zurückhaltung und langsame Fahrt ist angesagt, schließlich kann der Hafenmeister nicht überall sein. Im Gemeindehafen Lemmer kennt der Mann sein Geschäft; auch wenn er eine schier unmögliche Box zuweist: Ihre Yacht wird reinpassen und er wird Ihnen dann auch helfen.

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