Sicherheit an Bord – Rettungsweste, Rettungsinsel, Sorgleine und mehr

So sehen wir die Situation im Segelrevier Ijsselmeer, Wattenmeer und Nordseeküste

Von den Aktionen der KNRM sind wir immer wieder beeindruckt. Schnell, souverän und präzise. Das sollte aber nicht dazu verleiten, den eigenen Beitrag zur Sicherheit zu optimieren. Wenn etwas passiert, dann wird es wahrscheinlich bei sehr viel Wind sein und dann werden auch viele betroffen sein. Und die Anzahl der Retter ist beschränkt.

Unsere ersten Jahre im Revier waren geprägt von absolutem Spitzenwetter und wir können heute eine gewisse Großzügigkeit im Umgang mit Rettungsweste und Sorgleine nicht leugnen. Heute sehen wir das anders. Auch auf dem Ijsselmeer kann man über Bord gehen und wer einmal „umlaufende Böen“ aus drei Wettersystemen erlebt hat, wird schneller zu Weste und Leine greifen.

Das Wattenmeer hat seine eigenen Gesetze: „Mann über Bord“, Manöver fahren. Alles klar, wenn es denn der Tiefgang erlaubt. In die Diskussion um das beste Manöver soll hier nicht eigegriffen werden, aber „Quick Stop“ verbraucht am wenigsten Raum...

Auf dem Wattenmeer tragen wir also früher Rettungsweste und Sorgleine als auf dem Ijsselmeer, denn das oberste Gebot ist, dass der Segler an Bord zu bleiben hat. Die Wassertemperatur spielt durchaus eine Rolle. In der frühen Saison 2005 hatten wir viel Wind und eine niedrige Wassertemperatur, also auch früher Weste an und einklicken.

Insbesondere Wassertemperatur und die mögliche Zeitdauer (siehe oben, im schlimmsten Falle werden die Retter viel zu tun haben) bis zu einer Rettung aus Seenot haben uns veranlasst, eine Rettungsinsel zu kaufen. Die Logik ist klar: Lieber 5 Stunden in der Insel als 5 Stunden im Wasser.

Was wir jetzt noch gerne hätten, gibt es leider nicht. Demnächst mehr...

zurück


Impressum  © 2001-2002   ark-design  Alle Rechte vorbehalten.